Welt der Technik

Leder

Reparaturen selbst gemacht

Ledertaschen reparieren Fotocredit Packenger (2016) Ledertaschen müssen jeden Tag aufs Neue einem gefährlichen Alltag trotzen. Gefährlich deshalb, weil für stark beanspruchte Ledertaschen überall Verletzungsrisiken lauern. Das kann der unvermittelte Platzregen sein, der zu Fuß unterwegs auf freier Strecke und ohne Schirm das empfindliche Leder fleckfördernd durchnässt. Das können die oberflächlichen Abschürfungen sein, die beim gedankenverlorenen Schleifen der abgestellten Ledertasche über einen schmutzigen Boden schnell entstehen. Das kann aber auch ein tiefer gehender Riss oder Schnitt sein, den ein in Rage geratenes Haustier mit seinen spitzen Krallen oder mit seinen scharfen Zähnen verursacht hat. Doch keine Sorge: Mit ein wenig Geschick und mit dem richtigen Werkzeug kann man solche Blessuren an der Ledertasche recht unkompliziert selbst reparieren. Die passenden Tipps dazu gibt es hier.

Wasserflecken

Diese hässlichen "Randerscheinungen" entstehen in aller Regel dann, wenn das Leder an einer Stelle so richtig nass wird, und diese Nässe dann anschließend ungleichmäßig wegtrocknet. Darum kann man Wasserflecken quasi durch eine Umkehrung dieses Prozesses auch wieder ganz leicht wegzaubern. Dazu braucht man zumeist nichts weiter als einen sehr feinporigen fabrikneuen Schwamm, sauberes Wasser und etwas Geduld. Der feine Schwamm wird mit Wasser getränkt, und anschließend wird damit die gesamte Lederfläche, auf der der Wasserfleck entstanden ist, gleichmäßig befeuchtet. Nun ist dafür zu sorgen, dass das gleichmäßig flächendeckend angefeuchtete Leder auch gleichmäßig wieder trocken wird. Sobald dies gelungen ist, ist vom Wasserfleck meist nichts mehr übrig. Und sollte doch noch etwas zu sehen sein, so kann man die Prozedur unter Mitwirkung eines sanften Ledershampoos wiederholen. Spätestens dann ist der Wasserfleck weg.

Hauchfeine Abschürfungen

Ledertasche reparieren Fotocredit Packenger GmbHOberflächliche Abschürfungen können von der Lederoberseite ganz behutsam mit einem Leder Schleifpad wegpoliert werden. Dazu sollte die zu behandelnde "Schürfwunde" zunächst mit Reinigungsbenzin gründlich entfettet werden, damit das superfeine Schleifpapier anschließend auch wirklich so abrasiv wie gewünscht wirken kann. Bei ungefärbtem oder komplett durchgefärbtem Leder bleibt danach eine stumpfe, aber wieder glatte Oberfläche zurück, die nun mit einer rückfettenden Lederpflege nahtlos in die ursprüngliche unversehrte Optik gebracht werden kann. Sollte ein nur oberflächlich gefärbtes Leder nun eine Farbabweichung aufweisen, kann diese mit entsprechender Lederfarbe wieder unsichtbar gemacht werden.

Risse

Hat die Ledertasche tiefe Wunden davongetragen, können diese mit einem speziellen Lederkleber oder auch mit Flüssigleder wieder geschlossen werden. Dabei muss man allerdings, wenn keine Narben zurückbleiben sollen, besonders sorgfältig arbeiten, da ausgehärtetes Flüssigleder nicht nachträglich glatt geschliffen werden kann. Außerdem ist hier immer ein nachträgliches Nachfärben notwendig, damit die Klebestelle nicht mehr durch eventuelle Farbunterschiede oder Glanzunterschiede auffällt.

Ledertaschen Reparatur Fotocredit Packenger GmbH